Schwermetalle & Umweltgifte

Ist man an einer an den Ursachen orientierten Medizin interessiert, so kommt man nicht umhin, sich mit dem Einfluss der Umweltbelastungen auf den menschlichen Körper zu beschäftigen. Schwermetalle stehen sowohl in Verdacht bzw. sind gesichert in der Verursachung von chronischen Entzündungen, toxischen Organschäden wie Alzheimer, Demenz, Parkinson, Immunschschwächen, Autoimmunerkrankungen, Allergien u. v. m. Die Frage, welche Umweltschadstoffe aus dem Mix von Zigtausend Substanzen am gefährlichsten sind, wird z.B. von der amerikanischen Agency for Toxic Substances and Disease Registry (ATSDR) in einer fortlaufend aktualisierten Prioritätenliste beantwortet. Auf dieser Liste ist das Halbmetall Arsen auf Platz 1 der schädlichsten Substanzen, gefolgt von den Schwermetallen Blei, Quecksilber, Cadmium, Nickel, Chrom, Kupfer, Palladium, Silber und weiterer wie das Leichtmetall Aluminium. Tagtäglich kommen wir mit diesen potenziell toxischen Substanzen in Kontakt. Die Liste der Krankheiten und Beschwerden, die damit verknüpft sein können, ist unendlich lang. Allein die Beschwerden, die durch Quecksilber ausgelöst oder verstärkt werden können, betreffen fast alle Organe. Quecksilber (aber auch andere) lagert sich in Organen und Strukturen des Körpers ab, wie Nervengewebe, Hypophyse, Gehirn, Rückenmark, Knochen, Leber, Niere, Darm, Fettgewebe, Eierstöcken, Prostata usw. (Schwer-)metalle / Umweltgifte können auch von der Schwangeren auf das Kind übertragen werden.

Hier exemplarisch einige Beispiele von Gesundheitsproblemen durch Quecksilber, wobei Symptome einer Intoxikation mit (Schwer-)metallen vielfältig sind

  • Lungenödem / Lungenfibrose / Husten
  • Bluthochdruck / erhöhte Sterblichkeit an Herzinfarkt oder Schlaganfall
  • Schädigung von Magen- und Darmschleimhaut / Colitis ulcerosa
  • Mangel an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) / erhöhte Leberenzyme / Lebervergrößerung
  • geschwächtes Immunsystem / Autoimmunkrankheiten wie Hashimoto Thyreoiditis / Morbus Basedow / Rheumat. Arthritis
  • Polyneuropathie / Muskelatrophie / Gedächtnisstörung
  • Erhöhte Fehlgeburtenrate / eingeschränkte Spermienbeweglichkeit / unerfüllter Kinderwunsch

Eine chronische Belastung mit vielen verschiedenen Metallen über Jahre und Jahrzehnte hinweg ist sowohl den Kostenträgern im Gesundheitssystem als auch den Toxikologen der Universitätskliniken bekannt, wird aber konsequent verharmlost. Es wird sozusagen als normal angesehen, dass wir tagtäglich diesen Stoffen durch Ernährung und Inhalation ausgesetzt sind bzw. diese Stoffe in Form von Füllungsmaterialien oder Implantaten in uns tragen. Die bestehenden Grenz- bzw. Normwerte sollten kritisch betrachtet werden, da sie nicht die additive Belastung mit mehreren Schwer/Leichtmetallen berücksichtigen. Denn die gleichzeitige Belastung mit mehreren Metallen kann deren Einzelwirkung durchaus potenzieren.

Sicher wird nicht jeder Mensch mit einer Metallbelastung krank. Darf man es deshalb einfach ad acta legen?

Man weiß genau, welche Auswirkungen diese toxischen Metalle auf den Menschen haben. Es kommt zur Bildung freier Radikale im Übermaß. Diese freien Radikale besitzen ein ungepaartes Elektron in der Außenschale des Atoms. Dadurch sind sie sehr instabil und reagieren praktisch unverzüglich kaskadenartig und ungezielt mit jeder Verbindung in ihrer Umgebung. Freie Radikale sind extrem reaktionsfähige und zerstörerische Moleküle. Sofern sie nicht kontrolliert werden, kommt es zur Zellwand- und Zellkernschädigung, zur Gefäßwandschädigung, zur Blockierung der Mitochondrien und zur Freisetzung von entzündungsfördernden Botenstoffen (TNF alpha u.a.). Nahezu alle bekannten Zivilisationskrankheiten und auch vorzeitiges Altern können daraus resultieren. Der sog. oxidative Zellstress lässt uns „verrosten und ranzig“ werden.

Welche Möglichkeiten gibt es zur Entgiftung von (Schwer-)metallen / Umweltgiften?

  • Chelat-Therapie mit EDTA / DMSA u.a. Chelatoren
  • Alpha-Liponsäure als Infusion
  • Vitamin C Hochdosisinfusion
  • Protokollinfusion (spezielle Rezeptur mit Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Aminosäuren, Glutathion)
  • Pflanzenextrakte, homöopathische Rezepturen, Orthomolekulare Substanzen, Heilpilze usw. kommen teilweise auch zum Einsatz.

Welche Form der Ausleitung gewählt wird, hängt vom individuellen Fall und auch von möglicherweise vorhandenen Kontraindikationen ab. Zahnmetall, insbesondere Amalgam, sollte auf alle Fälle im Vorfeld professionell entfernt werden, sofern möglich.

Hier noch ein aktuelles Thema – Aluminium als Ursache für Brustkrebs oder Alzheimer?

Lange Zeit ging man davon aus, dass Aluminium unbedenklich sei. Inzwischen weiß man aber, dass Aluminium (z.B. Aluminiumchlorid in Deodorantien) Zellveränderungen und unkontrolliertes Zellwachstum triggern kann. Steigt die Aluminiummenge bei chronischer Belastung in den Mitochondrien (unseren Zellkraftwerken) an, führt dies zu Veränderungen, die schädlich für den gesamten Zellstoffwechsel sind und einen weiteren Faktor darstellen, der zur Entstehung von Krebszellen beiträgt. Aluminium besitzt auch die Fähigkeit, an den Östrogenrezeptor (sog. Andockstelle für das Hormon Östrogen) zu binden und östrogenverwandte Funktionen nachzuahmen. Dies muss in sofern bedacht werden, da die meisten weiblichen Brusttumoren hormonabhängig sind und diese sog. „Metallöstrogene“ eine Rolle bei der Entstehung  dieser Brusttumoren spielen können.

Aluminiumsalze schädigen auch den Eisenstoffwechsel und führen zu einer Eisenanreicherung in den Zellen. Die damit verbundene erhöhte Bildung freier Sauerstoffradikale führt zum Absterben von Nervenzellen und einer Veränderung von Strukturproteinen als mögliche Beteiligung bei der Alzheimer Erkrankung.

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